Einbruchmeldeanlage / EMA

Nichts ist so stetig wie der Wandel. Wo früher Einbrecher nur nachts agiert haben, sind Einbrecher in der heutigen Zeit dazu übergegangen tagsüber zu agieren. Es hat mehr Vorteile als Nachteile für Einbrecherbanden. Tagsüber sind die meisten Leute in Beruf und das für mehrere Stunden am Stück. Des Weiteren können Sie tagsüber mehr Geräusche machen, da wir in der städtischen Anonymität wohnen und tagsüber Geräusche normal sind. Und zu guter Letzt brauchen Sie nachts keine verräterischen Taschenlampen. Wenn sich der Einbrecher Zugang verschafft hat, hat er also genügend Zeit Ihre Wertsachen zu entwenden. Wenn Ihr Tresor nicht richtig verankert ist, nimmt der Einbrecher ihn mit und öffnet ihn in seinem Versteck (Lt. Polizei passiert das….) oder Sie haben sich für eine zu schwache Sicherheitsstufe entschieden und der Einbrecher öffnet den Safe vor Ort. Dies können Sie umgehen in dem Sie sich umfassend absichern, durch eine Einbruchmeldeanlage.

Die auch einfach Alarmanlage genannt wird, ist sehr flexibel einsetzbar und in der heutigen Zeit auch mit dem Smartphone verbunden. Wir möchten Ihnen im Folgenden die Einbruchmeldeanlage und Ihre Vorteile Ihnen näher bringen. Erst erzählen wir allgemein über die Alarmanlage und dann in Bezug zu den Tresoren.

Die Komponenten der Einbruchmeldeanlage:

Sehr vereinfacht gesagt hat die Alarmanlage Sensoren, die einen Status messen und wenn sich dieser ändert, wird der Alarm ausgelöst. Jetzt hängt es von Ihnen, Ihrem Besitz und evtl. Ihrer Versicherung ab was Sie alles an Sensoren benötigen.

Hier eine Auswahl automatische Melder:

Bewegungsmelder

Lichtschranken

Alarmtapeten

Glasbruchmelder

Magnetkontakte

Riegelkontakte

Abreißmelder

Vibrationsmelder, bzw. Körperschallmelder

Diese Komponente können Sie im Rahmen einer Einbruchmeldeanlage individuell einbauen lassen. Dann benötigen Sie nur noch Bedienteile, mit denen Sie die Anlage bedienen. Sie können aber auch nicht-automatische Melder verbauen. Dies wären Notfallknöpfe, wie man Sie aus Bankraub Filmen kennt oder Elektronikschlösser, die bei einer bestimmten Kombination einen Alarm auslösen. Wie die Alarmierung aussieht, ist Ihnen überlassen oder hängt von den Vorgaben der Versicherung ab. Sie können akustische Signale wie eine Sirene oder optisch durch ein Stroboskop. Sie können auch einen Alarm an eine Wachschutzfirma weiterleiten die Anruft und nach dem Rechten sieht. Selbstverständlich können Sie auch Kombinationen der Varianten nehmen oder nur eine E-Mail auf Ihrem Smartphone erhalten, das etwas nicht stimmt. Was in Deutschland nicht geht, ist das Sie Ihre Alarmanlage direkt auf die Polizei aufschalten.

Alarmanlagen und Ihre Schutzklassen:

Wie bei Tresoren ist es wichtig zwischen privater und gewerblicher Anwendung zu unterscheiden. Vereinfacht gesagt ist in privaten Haushalten öfters, bzw. auch über Nacht und am Wochenende jemand da. Bei Gewerbe kann man schnell herausfinden, wann die Schließzeiten sind. Zuerst werden nach einem Betriebsartenverzeichnis für private Haushalte oder Gewerbe Sicherheitsklassen festgelegt, die dann die nötige Sicherheitsklasse (VdS) der zu verwendeten Sicherungskomponenten vorgeben. Es gibt drei Klassen von Einbruchmeldeanlagen A, B und C.

Einbruchmeldeanlagen der VdS-Klasse A ist für den einfachen Schutz gegen Überlistungsversuche im scharfen sowie im unscharfen Zustand. Die Melder verfügen über eine mittlere Ansprechempfindlichkeit.

Diese Klasse ist mit den Sicherungsklassen SH1, SH2 und SH3 für private Haushalte geeignet.

Einbruchmeldeanlage der VdS-Klasse B ist für den mittleren Schutz gegen Überlistungsversuche im scharfen sowie im unscharfen Zustand. Die Melder verfügen über eine mittlere Ansprechempfindlichkeit.

Diese Klasse ist mit den Sicherungsklassen SH1, SH2, und SH3 für private Haushalte geeignet und mit SG1 und SG2 für gewerbliche Objekte.

Die Einbruchmeldeanlage der VdS-Klasse C ist für den erhöhten Schutz gegen Überlistungsversuche im scharfen sowie im unscharfen Zustand. Die Melder verfügen über eine erhöhte Ansprechempfindlichkeit und eine weitgehende Überwachung der sicherheitsrelevanten Funktionen ist vorhanden.

Diese Klasse ist mit den Sicherungsklassen SG3, SG4, SG5 und SG6 für Gewerbe geeignet.

Bauliche Gegebenheiten und andere Faktoren können unter Umständen die Anforderungen ändern, deswegen ist ein Beratungsgespräch mit einem Alarmanlagenbauer unbedingt nötig. Gerne können wir Ihnen jemanden Empfehlen.

 

Tresor und die Einbruchmeldeanlage

Grundsätzlich sagt man die EMA verdoppelt die Versicherungssumme eines Tresors, alles natürlich unter Rücksprache mit Ihrem Versicherer. Das heißt für Sie wenn normalerweise Wert von 100.000 € im Tresor versichert sind, dann sind mit der Alarmanlage Werte von 200.000 € versichert. Das Lohnt sich bei höheren Stufen enorm, da die höheren Klassen um einiges schwerer sind und nicht immer an die Verwendungsstelle verbracht werden können. Einigen Versicherungen reicht es aus, wenn Sie Ihr Gebäude mit der Alarmanlage ausrüsten und nicht unbedingt den Tresor. Wenn Sie Ihren Tresor aber auch anbinden wollen, gibt es unter anderem folgende Möglichkeiten:

Sie können ein hochwertiges Elektronikschloss verbauen, welches die Möglichkeit zum stillen Alarm hat. Dann können Sie, wenn Sie bedroht werden den Tresor öffnen und geben noch eine zusätzliche Zahl ein und damit wird ein stiller Alarm ausgelöst. Somit sind Sie aus der Gefahr, aber waren nicht tatenlos.

Körperschallmelder mit Prüfsonde wird in den Tresor verbaut. Sobald ein Schwingschleifer oder Bohrer anfängt Vibrationen im Korpus oder in der Türe auszulösen wird der Alarm aktiviert. Diese Komponente muss feinjustiert werden, sonst geht der Alarm dauernd los. Der Tresor sollte dann auch nicht in vibrationsstarken Räumen stehen, wie in einem Partykeller.

Abreißmelder wird am Verankerungspunkt des Tresors angebracht. Wenn der Einbrecher Ihren Wertschutzschrank nun von der Wand oder Boden reißen wird der Alarm ausgelöst.